Woher kommt Algebra?

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Algebra wurde über Jahrtausende in verschiedenen Ländern entwickelt. Die frühesten Methoden zur Lösung mathematischer Probleme mit einer oder mehreren unbekannten Größen stammen aus dem alten Ägypten. Das Wort „Algebra“ leitet sich vom Titel des Buches „Hidab al-jabr wal-muqubala“ des Bagdader Mathematikers Al-Kwarizmi aus dem 9. Jahrhundert ab.



Auch die alten Babylonier und Griechen hatten Methoden zum Lösen von Gleichungen mit unbekannten Größen. Der griechische Diophant aus dem 2. Jahrhundert setzte die griechische Tradition mit seinem Werk 'Arithmetica' fort; er hatte jedoch keine verallgemeinerte Methode zum Lösen von Gleichungen. Nach dem Fall Roms ging die Entwicklung der Algebra in Indien, Ägypten und im Irak (damals bekannt als Persien) weiter.

Hindu-Mathematiker waren die ersten, die entdeckten, dass quadratische Gleichungen zwei Wurzeln haben. Die islamische Mathematik war einflussreich bei der Entwicklung westeuropäischer mathematischer Techniken. Das Wissen über Algebra sickerte ab dem 12. Jahrhundert mit einer Übersetzung von Al-Kwarimis Werk nach Europa und wurde ab dem 16. Jahrhundert umfassender entwickelt. Abstrakte oder moderne Algebra ist eine britische Entwicklung des 19. Jahrhunderts auf diesem Gebiet.